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BaFin plant Neuregelung f√ľr Anlagen in Staatsanleihen

Mit Blick auf die Abl√∂sung der Europ√§ischen Finanzstabilisierungsfazilit√§t (EFSF) durch den Europ√§ischen Stabilisierungsmechanismus (ESM) beabsichtigt die BaFin, die Behandlung von (griechischen) Staatsanleihen im gebundenen Verm√∂gen √ľber das Jahr 2013 hinaus neu zu regeln. Derzeit besteht Gelegenheit, im Wege der √∂ffentlichen Konsultation bis Anfange M√§rz 2013 zum Entwurf einer entsprechenden Verlautbarung Stellung zu nehmen.
Ab dem 01.01.2014 sollen f√ľr die Einstufung der Sicherheit von europ√§ischen Anleihen grunds√§tzlich wieder die im Rundschreiben 4/2011 (VA) genannten Grunds√§tze gelten, d.h.

  • Bewertungen anerkannter Ratingagenturen sind zu ber√ľcksichtigen
  • Die Anleihen sollen i.d.R. √ľber ein Investment Grade-Rating verf√ľgen
  • Mangels externer Ratings ist ein internes Rating zul√§ssig, sofern der Anleger √ľber ausreichende personelle und fachliche Kompetenz verf√ľgt
  • Anlagen schlechter als Investment Grade (unterhalb BBB-/Baa3) sind der sogenannten High Yield-Quote zuzurechen (max. 5% der Anlagen); es darf allerdings kein Zahlungsverzug oder Zahlungsausfall vorliegen
  • Dar√ľber hinaus kann noch die 5%-√Ėffnungsklausel genutzt werden

Wird die High Yield-Quote auf Grund eines Bonit√§tsverlustes einzelner europ√§ischer Staatsanleihen √ľberschritten, so wird die BaFin ‚Äězur Verminderung prozyklische Effekte, zur Unterst√ľtzung der Finanzmarktstabilit√§t und zur Begrenzung von Verlusten . . ., keine Notverk√§ufe zur Reduktion der High-Yield-Quote fordern‚Äú, sofern der betreffende Staat den ESM in Anspruch nimmt und die auferlegten Auflagen erf√ľllt. Zus√§tzlich hat der Investor seine eigene Einsch√§tzung zur Ausfallwahrscheinlichkeit dieses Staates als Schuldner zu dokumentieren.
Hingegen sind Anleihen dem gebundenen Verm√∂gen zu entnehmen, falls Zahlungsverzug oder Zahlungsausfall (‚Äědefault‚Äú) festgestellt wird.
Weiterhin sind im Falle griechischer Anleihen folgende Konstellationen zu unterscheiden:

  1. Zum Tausch angebotene und tats√§chlich getauschte Anleihen k√∂nnen im gebundenen Verm√∂gen verbleiben (Quote f√ľr High-Yield-Anleihen darf vor√ľbergehend √ľberschritten werden).
  2.  Bei zum Tausch angebotenen und nicht getauschten Anleihen ist die eigene Bonit√§tseinsch√§tzung entscheidend (Quoten f√ľr High-Yield-Anleihen oder √Ėffnungsklausel sind einzuhalten).
  3. Nicht vom Staat zum Tausch angebotene Anleihen k√∂nnen im gebundenen Verm√∂gen verbleiben (Quote f√ľr High-Yield-Anleihen darf vor√ľbergehend √ľberschritten werden).

Einzelheiten sind auf Anfrage verf√ľgbar.

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